Alte Herren

Sahnetag in Lay – Rendelinho wie früher

Sachen gibt’s, die gibt es garnicht … und eigentlich schon garnicht bei den Alten Herren.

Sehr erfreulich zu erwähnen ist, dass Furchi nach langer Verletzungspause sein Comeback geben konnte. Kurioser ist die Geschichte um die Trikots des SCC – aber egal ob Rhein oder Mosel – et hätt noch imme joot jejange.

Die Alten Herren des SCC Saffig waren zu Gast bei der TSV Lay – und erwischten einen ganz passablen Abend. Am Ende stand ein 4:0-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel.

Von Beginn an zeigten die SCC Oldies, dass man die Punkte nicht kampflos in Lay lassen wollte. Das 1:0 war dabei fein herausgespielt: Claudi wurde nach einem Zuspiel mit der Hacke von Comebacker Furchi mustergültig bedient und blieb vor dem Tor cool.

Mit dieser Führung ging es in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel legte Saffig dann richtig los. Kai bediente Klucki, der zum 2:0 vollstreckte.

Kurz darauf folgte ein Angriff wie aus dem Lehrbuch: Schneller Abwurf, vom so gut wie arbeitslosen Keeper, anschließend ein überragender 60-Meter-Traumpass von Rendel genau in den Lauf von Klucki. Der nahm den Ball mit, legte quer – und Steven musste nur noch einschieben. 3:0!

Und weil es gerade so schön lief, versuchte sich Steven wenig später sogar artistisch: Eine Traumflanke von Rendelinho nahm er volley – der Ball krachte allerdings nur an den Pfosten.

Für den Schlusspunkt sorgte schließlich ein Handspiel nach einem Grandpre grandiosolo im Strafraum. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kai souverän zum Endstand.

Reinhold – Mann des Tages?

Besonders erwähnenswert: Rendelinho erwischte einen absoluten Sahnetag.

In der ersten Halbzeit beackerte er unermüdlich die linke Außenbahn – rauf und runter. Dazu kamen Ballmitnahmen bei gefühlten 70-Meter-Pässen mit dem Außenspann, welche am Fuß klebten. Die anschließenden Flanken mit links waren zwar noch ein kleines bisschen ausbaufähig … aber man muss ja auch noch Ziele für die nächsten Spiele haben.

In der zweiten Halbzeit wechselte Reinhold dann kurzerhand die Seite und nahm sich die rechte Außenbahn vor. Und siehe da: Die Flankenqualität wurde noch einmal deutlich besser. Mehrfach servierte er den Ball perfekt, dass sich die Mitspieler zu Kopfballversuchen und sogar dem einen oder anderen Seitfallzieher hinreißen ließen.

Unterm Strich also ein rundum gelungener Herbstabend für die Saffig-Alten-Herren: vier Tore, kein Gegentor, schöne Spielzüge und ein Rendel, der offenbar beschlossen hatte, an diesem Abend einfach zum Brasilianer zu werden.